Der Panther
Im Jardin des Plantes, Paris
Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.
Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.
Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille -
und hört im Herzen auf zu sein.
Rainer Maria Rilke, September 1903
Bei Steffino fand ich gerade den genialen Link zu vorleser.net, wo man Hörbücher kaufen, aber zum Teil auch kostenlos downloaden und anhören kann.
Hier “Der Panther”, gelesen von Andreas Mann.
Hier könnt Ihr mehr von Rilke hören.












ooh, der panther – sehr schön.
noch ein link und hier noch eine menge weiterer
Ui. Dankeschön. ;-)
Übrigens: Ich liebe dieses Gedicht! Schon seit jeher!
Ja, es war auch das Lieblingsgedicht von meinem alten Deutschlehrer. Und er hat mich ziemlich damit angesteckt. War ein toller Lehrer!! :-)